Claude Skills vs MCP vs Subagents: Was ist was?
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Du liest einen Artikel über Claude Code, stolperst über drei Begriffe – Skill, MCP-Server, Subagent – und denkst dir: “Sind das nicht irgendwie alle das Gleiche?” Nein. Aber der Unterschied ist nicht sofort offensichtlich.
Hier ist die klare Trennung: eine Skill gibt Claude bessere Anweisungen. Ein MCP-Server gibt Claude neue Werkzeuge und Verbindungen zu externen Systemen. Ein Subagent ist eine zweite, unabhängige Claude-Instanz, der du eine Teilaufgabe übergibst.
Drei verschiedene Dinge. Alle ergänzen sich. Dieser Artikel erklärt, wann du was nimmst – und warum die Begriffe trotzdem ständig verwechselt werden.
Die kurze Antwort (Tabelle)
Eine Skill, ein MCP-Server und ein Subagent sind keine konkurrierenden Konzepte. Sie arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen.
| Konzept | Was es ist | Was es tut | Wann du es brauchst |
|---|---|---|---|
| Skill | Paket aus Anweisungen + Wissen (SKILL.md + optionale Skripte) | Macht Claude besser bei einer spezifischen Aufgabe | Du willst Claude einen bestimmten Workflow beibringen |
| MCP-Server | Protokoll + Laufzeit-Verbindung zu externen Systemen | Gibt Claude Zugriff auf Dateien, APIs, Datenbanken – live | Du willst Claude auf externe Tools oder Daten zugreifen lassen |
| Subagent | Separate Claude-Instanz mit eigenem Kontextfenster | Übernimmt eine Teilaufgabe isoliert und parallel | Du willst Arbeit delegieren oder parallelisieren |
Merksatz: Skill = Wissen. MCP = Verbindung. Subagent = Delegation.
Was eine Skill ist (und wann du sie brauchst)
Eine Skill ist ein strukturiertes Wissenspaket, das Claude lädt, wenn du sie aufrufst. Sie besteht typischerweise aus einer SKILL.md-Datei mit Anweisungen und optional aus Skripten, die Claude ausführen kann.
Was eine Skill nicht ist: eine Verbindung zu externen Systemen. Eine Skill hat keinen eigenen HTTP-Client, keine API-Credentials, keinen Live-Zugriff auf irgendetwas. Sie verändert, wie Claude denkt und vorgeht – nicht, welche Systeme Claude erreichen kann.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Die gsc-report-Skill erklärt Claude, wie es Google Search Console Daten analysieren, welche Metriken es priorisieren und wie es den Bericht strukturieren soll. Die eigentliche Datenbeschaffung passiert über ein Bridge-Skript, das die Skill mitbringt – aber das Herzstück ist die Anleitung, nicht die Verbindung.
Wann eine Skill die richtige Wahl ist:
- Du willst Claude einen wiederkehrenden Workflow beibringen, den du immer gleich ausführen willst
- Du hast einen mehrstufigen Prozess, der zu komplex für eine einzelne Prompt ist
- Du willst Wissen und Kontext kapseln, damit du ihn nicht jedes Mal neu erklären musst
Mehr zu dem Thema: Was sind Claude Skills? und Eigene Agent Skill erstellen
Was ein MCP-Server ist (und wann du ihn brauchst)
MCP steht für Model Context Protocol. Es ist ein offenes Protokoll – kein Claude-spezifisches Feature – das definiert, wie KI-Modelle mit externen Tools und Datenquellen kommunizieren können. modelcontextprotocol.io hat die Spezifikation veröffentlicht; Anthropic hat sie entwickelt, aber sie ist offen für alle.
Ein MCP-Server ist eine laufende Instanz, die Claude über dieses Protokoll anbindet. Claude kann damit live auf Dateisysteme zugreifen, Datenbankabfragen stellen, APIs aufrufen oder Programme ausführen – je nachdem, was der MCP-Server bereitstellt.
Der entscheidende Unterschied zur Skill: Ein MCP-Server ist eine aktive Verbindung, keine Sammlung von Anweisungen. Wenn du Claude via MCP auf dein Dateisystem zugreifen lässt, kann Claude tatsächlich Dateien lesen und schreiben – nicht nur wissen, wie man das theoretisch beschreiben würde.
In Claude Code selbst gibt es built-in Tools (Read, Edit, Bash usw.), die intern ähnlich wie MCP-Tools funktionieren. Extern kann Claude Code mit konfigurierten MCP-Servern kommunizieren, die du in deiner Konfiguration registrierst.
Wann ein MCP-Server die richtige Wahl ist:
- Du willst Claude auf ein externes System zugreifen lassen (Datenbank, API, Dateiablage)
- Du baust Integrationen, die Live-Daten benötigen
- Du willst einen Workflow, bei dem Claude echte Aktionen in der Außenwelt ausführt
Mehr dazu: Was ist ein MCP-Server?
Was Subagents sind (und wann du sie brauchst)
Ein Subagent ist eine separate Claude-Instanz, die ein übergeordneter Agent – der Haupt-Agent oder Orchestrator – mit einer eigenständigen Teilaufgabe beauftragt.
Das Wichtige dabei: Jeder Subagent hat sein eigenes Kontextfenster. Er erbt nicht den vollen Gesprächsverlauf des Haupt-Agenten. Er bekommt eine klar abgegrenzte Aufgabe, erledigt sie isoliert, und liefert das Ergebnis zurück.
In Claude Code passiert das über das Agent-Tool. Der Orchestrator beschreibt die Aufgabe, setzt Parameter, und startet den Subagent – manchmal mehrere gleichzeitig, um parallele Arbeit zu ermöglichen.
Ein praktisches Beispiel: Ein site-audit-Orchestrator-Agent startet gleichzeitig einen technical-auditor-Subagent, einen content-quality-auditor-Subagent und einen performance-auditor-Subagent. Alle drei laufen parallel. Jeder hat seinen eigenen Kontext, seine eigene Aufgabe. Am Ende fasst der Orchestrator die Ergebnisse zusammen.
Das spart Zeit und verhindert, dass ein einzelner Agent ein riesiges Kontextfenster aufbaut, das irgendwann langsam oder ungenau wird.
Wann Subagents die richtige Wahl sind:
- Deine Aufgabe lässt sich in unabhängige Teilaufgaben zerlegen
- Du willst Arbeit parallelisieren statt sequenziell abarbeiten
- Du willst Kontextisolierung – damit ein Fehler in einer Teilaufgabe nicht den gesamten Workflow vergiftet
Mehr Hintergrund zu Claude Code: Was ist Claude Code?
Zusammenspiel: Wie sich die drei ergänzen
Jetzt wird es interessant: Die drei Konzepte schließen sich nicht aus. Sie spielen auf verschiedenen Ebenen und können gleichzeitig aktiv sein.
Ein konkretes Szenario: Du rufst die content-pipeline-Skill auf. Die Skill definiert den gesamten Workflow – Recherche, Strategie, Schreiben, Lektorat, SEO-Optimierung. Der Orchestrator-Agent, der diese Skill ausführt, startet dabei mehrere Subagents: einen für die Recherche, einen für den Entwurf, einen für das Lektorat. Jeder dieser Subagents kann wiederum MCP-Tools oder Bridge-Skripte nutzen, um auf externe Daten zuzugreifen – Google Search Console, Firecrawl, die WordPress-API.
Das ergibt: Skill auf Workflow-Ebene. Subagents für parallele Ausführung. MCP/Tools für externe Verbindungen.
Eine Skill kann Claude außerdem anleiten, wie es ein bestimmtes MCP-Tool nutzen soll. Der Subagent kann eine Skill mitbekommen, die sein Verhalten steuert. Es gibt keine harte Grenze zwischen den drei Konzepten – es sind Schichten, keine Silos.
Die häufigste Verwechslung: Leute nennen alles “Skill”, auch wenn sie eigentlich eine MCP-Integration oder eine Subagent-Architektur meinen. Das passiert, weil “Skill” sich intuitiv nach “etwas, das Claude kann” anhört. Aber präziser ist: Skill = was Claude weiß. MCP = worauf Claude zugreifen kann. Subagent = wem Claude Arbeit gibt.
Wie es weitergeht
- Tiefer zu Subagents: Claude Code Subagents
- Mehr zu MCP: was ein MCP-Server ist
- Mehr zu Skills: was Claude Skills sind
FAQ: Skills, MCP und Subagents
Was ist der Unterschied zwischen Skills, MCP und Subagents?
Eine Skill ist ein Anweisungspaket, das Claude beibringt, wie es eine bestimmte Aufgabe angehen soll – ohne direkte Verbindung zu externen Systemen. Ein MCP-Server ist eine laufende Verbindung, über die Claude live auf externe Tools, Dateien oder APIs zugreifen kann. Ein Subagent ist eine eigenständige zweite Claude-Instanz, der ein Orchestrator eine Teilaufgabe übergibt. Alle drei können gleichzeitig aktiv sein.
Wann nehme ich was?
Willst du Claude einen Workflow beibringen: Skill. Willst du Claude auf ein externes System zugreifen lassen: MCP-Server. Willst du Aufgaben parallelisieren oder Kontext isolieren: Subagent. In der Praxis kombinierst du alle drei – die Grenze ist konzeptuell, nicht technisch.
Kann ich sie kombinieren?
Ja, das ist der Normalfall bei komplexen Workflows. Ein Orchestrator-Agent (der eine Skill ausführt) startet Subagents, die ihrerseits über MCP-Tools auf externe Daten zugreifen. Die Skill definiert das “Wie”. Der Subagent übernimmt einen abgegrenzten Teil. MCP liefert die Live-Daten.
Sind MCP-Server nur für Claude Code?
Nein. Das Model Context Protocol ist ein offenes Protokoll, das für jedes KI-Modell nutzbar ist. Claude Code ist eine der Plattformen, die MCP-Server unterstützen – aber das Protokoll selbst ist modellagnostisch.
Brauche ich Programmierkenntnisse für Subagents?
Für das Verstehen: nein. Für das Bauen eigener Subagent-Workflows in Claude Code: ein bisschen. Du brauchst keine vollwertigen Programmierkenntnisse, aber du solltest verstehen, wie du einen Agent-Aufruf mit einer klaren Aufgabenbeschreibung formulierst und wie Ergebnisse zurückgegeben werden.